Diese Seite beschäftigt
sich mit der Wiederbelebung eines RöhrenRadios
Systematische Fehlersuche und deren Behebung
Die Fehler sind gruppiert und deren Behebung ist in passenden Prozeduren beschrieben.
Die mit einem ! gekennzeichneten Themen
sind mit
besonderer Vorsicht zu beachten!
NEU: Erfolgreiche
Instandsetzung durch Hilfe von MagischesAuge.de
!Das solltest Du als allererstes tun:
Das
Gerät nach "langem
Schlaf" wiederbeleben
! ProblemKondensatoren,
ein wichtiges Thema!
230
Volt sind kein Problem für 220 Volt Geräte
Batterieröhren-Geräte
(besondere Hinweise!)
Die Sicherung brennt durch
Die Skalenlampe brennt durch
Die Skalenlampe leuchtet zu hell
In der Gleichrichterröhre
springen Funken über
Allgemeine Tonfehler
Die Röhren glühen, es kommt aber kein Ton
Der Ton ist verzerrt
Der Ton ist zu leise und erst bei
Erhöhung der Lautstärke verzerrt
Brummstörungen
Fehler im Lang-, Mittel- und
Kurzwellenbereich (AM-Bereiche)
Die Lautstärke ist kläglich und auf
Mittel- und Langwelle sind auch nachts kaum mehr Sender zu empfangen
Fehler beim UKW-Empfang
Der UKW-Empfang ist in der
"Sendermitte" verzerrt
Beim
Empfang eines UKW-Senders gibt
es zwei Maxima
Selbst Basteln
Wir basteln eine Anodenbatterie
Dieser Reparaturhelfer war
zum ReparaturService und
OnlineFormular
Das
Gerät nach "langem
Schlaf" wiederbeleben
Man
ist glücklich und gespannt zugleich, einen alten „Dampfradio“
erstanden zu haben und ihn nun das erste Mal auszuprobieren. Dabei
ist in jedem Fall Vorsicht geboten und Geduld angesagt. Man sollte
genügend Zeit einplanen und alles der Reihe nach durchgehen. Vor
allem, wenn es sich um ein Batterieröhren-Gerät (z.B.
D-Serie)
handelt! Ein Fehler im Netzteil oder ein sonstiger Defekt könnte
die
Zerstörung sämtlicher Heizfäden und damit des gesamten
Röhrensatzes bedeuten!!! Bei Batterieröhren-Geräte
sollte man
besonders vorsichtig sein! Siehe
Batterieröhren-Geräte
(besondere
Hinweise!)

| !
1.) Bereich Netzeingang/Entstörung -
Bereich
Anodenwicklung/Entstörung Entstörkondensator(en) X im Netzeingang und evtl. vorhandene(r) Entstörkondensator(en) X an Netzgleichrichter bzw. der Gleichrichterröhre abklemmen/abzwicken! Beispiel hier: 2 x 5000pF ![]() |
| ! 2.) Bereich
Netzgleichrichter/Siebung Netzelkos XX, meistens 2 x 50uF/385 Volt, welche direkt nach dem Netzgleichrichter bzw. Gleichrichterröhre folgen müssen (provisorisch) ersetzt werden! Beispiel hier: 2 x 50uF 350/385V ![]() |
| ! 3) Bereich Endstufe
Steuergitter Koppelkondensator X am Steuergitter der Ton-End-Röhre erneuern. Bei manchen Geräten sind weitere Kondensatoren zu tauschen, die unmittelbar an das Steuergitter der Endröhre gehen. Wenn es 2 Endröhren gibt, so sind auch dort die Koppelkondensatoren zu tauschen! Beispiel hier: 10nF (=10000pF =0.01uF) ![]() |
| ! 4) Bereich Endstufe
Anode Kondensator X an der Anode der Ton-End-Röhre erneuern. Bei manchen Geräten ist alternativ ein Kondensator parallel zur Primärseite des Ausgangsübertragers geschaltet wie bei Punkt 3 im Bild oben, Pos. 152 = 2.5nF ![]() |
Die Sicherung brennt durch
Prozedur
Kurzschluß
Nach dem Einschalten sollten die Röhren zügig zu heizen
anfangen. Die Anodenspannung sollte nach spätestens einer halben
Minute zwischen 200 und 300 Volt liegen.
Wenn die Geichrichterröhre innerlich zu Funken beginnt,
sofort das Gerät ausschalten! Möglicherweise liegt ein
Kurzschluß vor. Meistens sind diverse Kondensatoren, die gerne
teerhaltig vergossen sind defekt. Satte Kurzschlüsse lassen sich
natürlich einfacher ausfindig machen. In Röhren kommen diese
normalerweise nicht vor. Schlimmsten Falls liegt ein Schluß in
einem ZF-Bandfilter vor. Aber vielleicht hat ja schon ein Laie
rumgepfuscht, wer weiß.
Prozedur
Kurzschluß
Prozedur
zu
große
Stromaufnahme
Mögliche Ursache ist Überspannung
Genereller
Netzteil
check
Ansonsten ein eher seltener Fehler, was aber auch
auf eine zu hohe Stromaufnahme oder auf einen Kurzschluß
zurückzuführen sein könnte..
Prozedur
Kurzschluß
Prozedur
zu
große
Stromaufnahme
Wenn die Anodenspannung vorhanden ist und es auch nach ein paar Minuten
nirgends dampft, kannst Du jetzt Dein Gerät ausschalten, die
Röhren wieder richtig in die Sockel einstecken. Du kannst die
Röhren auch nach und nach ergänzen. Neues Glück, neues
Spiel. Nach dem Einschalten wieder auf die Anodenspannung und auf das
Verhalten der Gleichrichterröhre achten. Wenn ein Verdacht auf
laienhaften Fremdeingriff besteht, ist auch die Heizspannung zu
überprüfen. Bei E-Röhren sollten 6.3 Volt, bei
A-Röhren 4 Volt an jeder Heizung anliegen. Bei Geräten
mit Netztrafos, kann ein Windungsschluß vorliegen. Auch hier ist
Vorsicht geboten. Am Besten man verwendet ein Netztrenntrafo und ein
Fehlerstromschutzschalter. Wenn alle Röhren glühen und ein
leises Brummen oder säuseln im Lautsprecher zu vernehmen ist, kann
man sich schon mal freuen. Warnung:: lasse das
Gerät aber nicht unbeaufsichtigt laufen! Es
können immer wieder Kondensatoren hochgehen! Wann weiß man
natürlich nie. Ich habe schon zwei brennende Geräte in der
Werkstatt
gehabt!! Also Vorsicht geboten. So ne alte Kiste ist irgendwie auch
eine
kleine Zeitbombe. Aber das macht es doch gerade so spannend, oder? Die
heutigen Geräte sind mit elektronischen Sicherungen, sog.
Netzteilprozessoren ausgestattet. Sie schalten bei einem
ungewöhnlichen Strombedarf oder bei Überspannung das
Gerät ab (leider manchmal auch grundlos). zum
Anfang der Seite
Ist die Anodenspannung vorhanden?
Nein?
Genereller
Netzteil
check
Ja? Ok, dann sollte man jetzt die Endstufe
überprüfen. Man macht einfach die Fingerprobe, indem man
z.B. mit einem Schraubenzieher oder einer Meßspitze das
Steuergitter der Endstufenröhre (EL11, EL41, ECL11..)
berührt.
Hörst Du kein Brummen, schalte das
Gerät aus
Prozedur
Tonendstufe
überprüfen
Wenn die Fingerprobe positiv ausfällt, mache
dieselbe an dem eventuell vorhandenen Tonabnehmeranschluß des
Gerätes.
Geht nicht?
Prozedur
NF-Vorstufe
überprüfen
Wenn der NF-Teil funktioniert und du trotzdem
keinen Sender empfangen kannst (hast du überhaupt eine Antenne
angeschlossen?), solltest du jetzt den Oszillator
überprüfen. Er ist in den meisten Geräten (Superhet)
vorhanden (ECH..) und soll um ca. 470 kHz höher schwingen
als die gewünschte Empfangsfrequenz, bezüglich auf den
AM-Bereich. Willst du z.B. den SWR auf 576 kHz empfangen, muss der
Oszillator auf 1046 kHz schwingen. Dies kannst du ganz einfach dadurch
überprüfen, das Du ein anderes Empfangsgerät neben das
zu reparierende Radio platzierst. Jetzt empfängst du quasi Deinen
eigenen Sender auf 1046 kHz, oder auch nicht. Dann funktioniert dein
Oszillator eben nicht. Versuche es mit dem Langwellenbereich oder auf
Kurzwelle. Schwingt der Oszillator, so liegt der Fehler
möglicherweise am Zwischenfrequenz-Verstärker. Bei einem
Superhet-Empfänger wird nämlich jeder eingestellte Sender
quasi immer auf
die gleiche Frequenz umgesetzt. Diese Umsetzung geschieht in der
Mischstufe (ECH..). Die Funktion dieser Einheit ist im Prinzip
auch mit einem einwandfreien UKW-Empfang (sofern überhaupt
vorhanden) bewiesen. Man kann auch hier das Steuergitter der Röhre
über einen ca. 100pF Kondensator berühren. Jetzt sollte
zumindest ein starkes Rauschen zu hören sein. Hörst du
nichts, messe die Anodenspanung der Mischröhre, welche so um die
200 Volt liegen sollte. Auch die Schirmgitterspannung sollte man
kontrollieren. Sie liegt bei etwa 80 Volt. Im Zweifelsfall ist die
Mischröhre zu
tauschen. Gut dran ist man, wenn man einen HF-Generator hat. Den kann
man
lose (über einige 100 Picofarad) an das Steuergitter der
jeweiligen
Röhre
(Mischröhre oder ZF-Verstärker ) einspeisen. Die
ZF-Verstärkung läßt sich damit am Besten prüfen.
Wer hier den Fehler vermutet kann aber auch wie folgt vorgehen. Du
stellst einen anderen Röhrenradio daneben und koppelst hier die ZF
aus der Mischröhre über einige Picofarad an das Steuergitter
der ZF-Verstärkerröhre des anderen Gerätes ein.
Voraussetzung ist, daß das funktionsfähige Gerät einen
leistungsstarken Sender empfängt und die Zwischenfrequenzen der
beiden Geräte gleich sind. Diese sind manchmal auf der
Rückwand angegeben. Solltest du auch hier
keinen
Erfog haben, melde dich bei mir!
zum Anfang der Seite
Das Brummen (aus dem Lautsprecher) kann sehr lästig sein. Das Wechselstromnetz ist der eigentliche Verursacher und bringt diese Erscheinung mit sich. Im Gerät wird die Wechselspannung gleichgerichtet und nachfolgend so gesiebt, dass das Netzbrummen auf ein kaum noch wahrnehmbares und nahezu unhörbares Brummen reduziert wird.
Es gibt verschiede Arten von "Brummen". Es kann dumpf und dunkel, aber auch hell oder verzerrt klingen.
Bei extrem starkem Brummen ist zuerst zu prüfen, ob die Netzelkos in Ordnung sind. Wer ein Oszilloskop hat, der kann den Brummspannungsanteil der Anodenbetriebsspannung messen. Direkt nach dem Gleichrichter, am Ladeelko, sollte der Brummspannungsanteil nicht größer als ca. 10 Vss, am Siebelko, also nach der Netzdrossel nicht größer als ca. 0.1 Vss sein.
Mäßiges dumpfes Brummen kann aber auch durch eine
Überlastung des Netzteils hervorgerufen werden. In diesem Fall
sind die statischen Betriebsparameter der Lautsprecherröhre zu
prüfen, die den meisten Strom zieht. Bei einer EL84 z.B. sollten
ca. 7 Volt an der Kathode (PIN3) anliegen. Ist diese Spannung viel
größer, so zieht auch die Röhre zu viel Strom aus dem
Netzteil, welches so stark belastet wird, dass die vorgesehene Siebung
nicht mehr ausreicht. Man sollte den Koppelkondensator zum Gitter 1
dieser Röhre entfernen bzw. austauschen (Teerie?). ... Fortsetzung
folgt!
Ein sehr häufiger Fehler ist eine
mitunter stark verzerrte und leise Tonwiedergabe. Meistens sind die
berüchtigten Teerkondensatoren daran Schuld.
Prozedur
Tonendstufe
überprüfen
Prozedur
NF-Vorstufe
überprüfen
siehe auch hier! zum Anfang der Seite
Höchstwahrscheinlich wieder nur ein Koppelkondensator defekt.
Dies
bedeuted ein falscher Arbeitspunkt der Endröhre.
Prozedur
Tonendstufe
überprüfen
Immer wieder diese Teer-Kondensatoren....
zum Anfang der Seite![]()
Die
Lautstärke ist kläglich und auf allen Wellenbereichen sind
auch nachts kaum
mehr Sender zu empfangen
Die Ursache liegt hier wohl im ZF-Verstärker.
Superhet-Empfänger setzen alle Sender auf eine bestimmte
Zwischenfrequenz (ZF) um. Sie liegt meistens bei 470 kHz (bei UKW-FM
10.7 MHz). Um ihn zu prüfen braucht man einen Meßsender.
Sind die Schirmgitterspannungen der Mischröhre sowie der
ZF-Verstärkerröhre im Rahmen (ca. 80-200 Volt), so schaltet
man das Gerät aus und untersucht die ZF-Bandfilter. Diese sind
meistens in Blechbüchsen untergebracht und können nach
dem Entfernen von Klammern oder Schrauben nach oben hin geöffnet
werden. Die Blechbüchsen sollen die Filter abschirmen. Bei
fehlerhaft abgeschirmten Bandfiltern fängt das Gerät u.U. an
zu schwingen (Pfeifgeräusche). Durch das Altern der Bauteile, kann
es zur Verstimmung der Bandfilter kommen. So wandert die ZF auf einen
anderen Wert, z.B. auf 510 kHz. Ist dies der Fall, müssen die
Bandfilter neu abgeglichen werden. Soweit so gut,
nur kommt jetzt ein großes Problem auf uns zu! Die Hersteller
haben
nach dem Abgleich im Werk die Ferritkerne der Filter mit einem Lack
fixiert.
Dieser ist so stark verhärtet, daß beim Herausdrehen des Kerns dieser zerbricht und das Ferrit abplatzt.
Also
auch
hier
auf
keinen Fall mit Gewalt! Zerstörte Kerne werden
zu einem großen Problem, da sie sich jetzt erst recht nicht mehr
schrauben lassen und im Spulenkörper stecken bleiben. Hier ist
viel
Geduld angesagt und man geht folgendermaßen vor: man braucht
etwas
Ethanol/Isopropanol/Spiritus und einen Haarfön. Mit diesem heizt
man
dem Filter richtig ein. Danach gibt man mit einem Zahnstocher
tröpfchenweise
Alkohol in den Spulenkörper, etwas warten und dann vorsichtig
versuchen
den Kern herauszudrehen. Diesen Vorgang wiederholt man so oft wie
nötig.
Der Alkohol soll den Lack aufweichen und den Kern vom Spulenkörper
lösen. Der Schraubendreher sollte passen, also keinen zu kleinen
benutzen.
Erst wenn sich der Kern mit nur wenig Widerstand drehen
läßt,
schraubt man ihn vorsichtig heraus. Nach der Reinigung von Kern und
Spulenkörper
schraubt man ihn wieder hinein und macht mit dem nächsten Filter
weiter.
Achtung: die Kerne der Filter und anderer Schwingkreise bestehen
meistens
aus unterschiedlichen Materialien, d.h. die Permeabilität ist
unterschiedlich.
Die Kerne gehören also immer in die dazugehörigen
Spulenkörper
zurück! Sind alle Filterkerne gangbar gemacht, montiert man wieder
die
Abschirmbecher. Von einer Fixierung der Kerne würde ich absehen!
In manchen Fällen ist der kleine Parallelkondensator zum ZF-Kreis
(ca. 100 pF) defekt, so dass man diesen austauschen muß.
Jetzt beginnt der ZF-Abgleich. Dazu legt man das Steuergitter der Mischröhre auf Masse, entfernt das Steuergitter der ZF-Verstärkerröhre und legt dieses mit 1 Megaohm auf Masse. Verbinde nun den Meßsender mit ca. 50 pF mit dem Steuergitter der ZF-Verstärkerröhre und speise 460 kHz mit einem Testton ein. Die Kerne des 2. ZF-Bandfilters werden nun auf maximale Lautstärke abgeglichen. Man sollte dabei sog. "Abgleichbesteck" benutzen, da die Schraubendreher aus Metall die Induktivität der Spulen während dem Abgleich verändern. Jetzt wird die Verbindung des Steuergitters der ZF-Verstärkerröhre wieder hergestellt und dafür das der Mischröhre mit 1 Megaohm an Masse und mit 50pF an den Meßsender gelegt. Dabei werden jetzt die Kerne für das erste ZF-Bandfilter abgeglichen. Man sollte die HF-Leistung des Meßsenders jetzt deutlich absenken. Es empfiehlt sich, den Meßsender so einzustellen, daß der Ton bei fast voll aufgedrehtem Lautstärkenpoti gerade noch so im Rauschen zu hören ist. Dadurch befindet man sich immer an der unteren Empfindlichkeitsgrenze des Gerätes. Diese wird durch gegenseitiges Abgleichen der Kerne immer weiter verbessert. Wer seinem Gehör nicht so traut, der kann auch ein hochohmiges Spannungsmeßgerät an die Anode der Demodulatorröhre (z.B. EAF11) anlegen und die hier entstehende (negative) Spannung auf ein Maximum einstellen. Sind die Bandfilter abgeglichen, schließt man nun die Antenne an und staunt über das Ergebnis (hoffentlich). zum Anfang der Seite
Der UKW-Empfang ist bei Sendermitte verzerrt
Achtung: Bei wenigen Geräten ist dieser Effekt normal, sofern ein
so genannter Flankengleichrichter
eingesetzt wird.
Dieser, recht häufig vorkommende Fehler hat seine Ursache im so
genannten Ratiodetektor.
Er hat die Aufgabe, das Signal vom
FM-ZF-Verstärker zu demodulieren und zu begrenzen. Wichtige
Funktion hat hierbei ein
ca. 5uF Elko. Diesen solltest Du auf jeden Fall austauschen. Bitte auf
die Polarität achten. Meistens liegt der Pluspol des Elkos an
Chassis-Masse.
Beim Flankengleichrichter ist dieser Elko gar nicht vorhanden!
Voraussetzung für einen einwandfrei arbeitenden Ratiodetektor ist
allerdings, dass die ZF-Stufe richtig abgeglichen ist. Sollten mehrere
Sendermaxima auftreten, also wenn man den Sender neben der
Grundfrequenz
z.B. 97.8 MHz auch auf 97.9 MHz empfängt, ist dieser Missstand
vorher
zu beseitigen. siehe hier
Beim
Empfang eines UKW-Senders gibt es zwei Maxima
Achtung: Bei wenigen Geräten ist dieser Effekt normal, sofern ein
so genannter Flankengleichrichter
eingesetzt wird.
Die Ursache ist in der FM-ZF-Stufe zu suchen. Die FM-ZF ist etwas
sensibler in der Handhabung als die AM-ZF, aufgrund der höheren
Frequenz, die meistens bei 10,7 MHz liegt. Gut beraten ist man
natürlich mit einem Meßsender. Man muß alle ZF-Kreise
auf die gleiche Frequenz abgleichen. Dazu sorgt man am Besten zuerst
einmal dafür, dass der UKW-Teil abgeklemmt wird, z.B. die
EC92/ECC85 herausziehen. Jetzt klemmt man den Meßsender an den
Eingang des 1.FM-ZF-Kreises mit ein paar Picofarad an und verfährt
wie bei der AM-ZF. Nun klemmst Du den
UKW-Tuner wieder an.
Im UKW-Tuner selbst ist auch ein FM-ZF-Kreis, den Du jetzt mit einem
gut
empfangbaren UKW-Sender auch auf Maximum abgleichst. Danach erfolgt der
Abgleich des Ratiodetektors. Zu diesem Zweck wird der Meßsender
entsprechend (FM) moduliert und der Ratiodetektorkreis so eingestellt,
dass das Ausgangssignal möglichst verzerrungsfrei ist. Aber was
macht man ohne Meßsender? Mit viel Geduld gelingt die Einstellung
auch nach
Gehör, wenngleich auch das Ergebnis nicht optimal sein wird. Der
UKW-Sender
sollte mit einer guten Antenne sauber zu empfangen sein und als
"Nachbarn"
mindestens 2 Leerkanäle haben! Lässt sich der Fehler
überhaupt
nicht beseitigen, liegt die Ursache vermutlich an einem defekten
Parallel-Kondensator in einem der ZF-Kreise. Außerdem ist
natürlich auch ein einwandfreier AM-Empfang Voraussetzung! Eine
funktionsunfähige AM-ZF kann die FM-ZF nachhaltig beeinflussen.
Weiterhin zu überprüfen sind die G2-Spannungen der
ZF-Verstärker, Gitterableitkondensatoren der G2, Die Röhren
selbst einmal gegen (neue/geprüfte) austauschen (z.B. die EABC80
?).
230 Volt
sind
kein Problem für 220 Volt-Geräte
Vor einiger Zeit wurde die Netzspannung von 220 auf 230
Volt
erhöht. Dies hat erfahrungsgemäß keinen Einfluß
auf
die Funktion bzw. Lebenserwartung bei
Röhrengeräten.
Die Anhebung liegt mit knapp 5% ohnehin in der Toleranz der Netzteile.
Bei machen Röhrengeräten ist eine Umstellung des
Netzspannungswählers
auf 240 Volt möglich. Man sollte dabei jedoch sicherstellen, dass
die
Heizspannung nicht unterschritten wird, da ein "Unterheizen" sich
negativ auf die Lebensdauer der Kathode auswirken kann, während
ein
leichtes "Überheizen" der Kathode nicht schadet. Die
Heizfäden könnten beim
"Überheizen" theoretisch eine geringere Lebenserwartung haben.
Erfahrungsgemäß ist dies aber nicht relevant, da zuvor
praktisch immer
die Emissions-Leistung der Kathode nachlässt. Wenn die Röhren
schon
etwas verbraucht sind (geringere Emission der Kathoden), dann wirkt
sich ein leichtes Überheizen sogar positiv aus. Normalerweise
schadet
den Röhren auch eine 10% "Überheizen" nicht. Bei
D-Röhren
(Batterie-Röhren) sollte man darauf achten, dass die Heizspannung
möglichst genau stimmt.
Fazit: Lasse den Netzspannungswähler auf 220 Volt. Bei
Röhrenfernsehern
hat meine Erfahrung gezeigt, dass eine Netzspannung von 227 Volt
optimal wäre.
Dieser Reparaturhelfer war
zum ReparaturService und
OnlineFormular
Ersatz der
ELL80 durch EL95
Die ELL80 kann mittels Adapter mit 2 Stück
Röhren EL95 ersetzt werden. Dieser Typ ist leichter zu beschaffen
und bestens dazu geeignet. Es ist ein Novalröhren-Stecker und 2
Miniaturröhrenfassungen erforderlich.
Hier geht es zum Umbauplan
Als ich damals von meinem Onkel ein
Batterieröhrengerät geschenkt bekommen habe, war ich vor
lauter Freude doch etwas zu energisch gewesen. Statt das Gerät
wenigstens für die Röhrenheizung mit Batterien zu betreiben,
schloß ich es an ein Netzteil an. Unglücklicherweise hatte
ich die Anschlüsse der Batteriefächer vertauscht, so
daß an den Röhrenheizungen 60 Volt anlagen. Es folgte ein
kurzes und helles Aufblitzen der Röhren. Dann der große
Schock:
Alle Röhren waren im Eimer!
Geräte mit den alten Röhrenserien (DCH11, DF11...K-Röhren...) sind eine Seltenheit. Aufgrund meiner Erfahrungen empfehle ich jedem Bastler, bei der Inbetriebnahme eines Batterieröhrengerätes besonders behutsam umzugehen!!! Um eine Schädigung der Heizfäden auszuschließen, sollte man das Gerät auf jeden Fall zuerst an einer passenden Heizbatterie betreiben. Die Anodenbatterie kann man getrost durch ein Netzteil ersetzen. Sicherheitshalber kann man (für die erste Inbetriebnahme) hier in die Plus-Leitung einen Widerstand von ein paar Kiloohm zwischenschalten.
Der Vorteil von Batteriegeräten ist, dass sie nicht soviel Platz wegnehmen :-) und nach dem Einschalten "im Nu der Ton kommt". zum Anfang der Seite| erforderliche Anodenspannung |
Anzahl der 9-Volt Blockbatterien und ca. Preis der Anodenbatterie |
| 60 Volt | 6 Stück, 6 € |
| 90 Volt | 10 Stück 10 € |
| 120 Volt | 12 Stück 12 € |