Technik allgemein

Die Mittelwellenqualität ist besser als ihr Ruf!
Zugegeben: Die Tonqualität auf der Mittelwelle erreicht keine HIFI-Werte. Dennoch wird die Mittelwelle zu unrecht verspottet! Schuld an diesem schlechten Image sind hauptsächlich die heutigen Empfangsgeräte. Der Mittelwellenbereich wurde zum Teil so sehr vernachlässigt, das manche Geräte wirklich keine zumutbare Tonqualität mehr liefern. Die in den moderneren Geräten enthaltenen Quarz- bzw. Keramikfilter erhöhen zwar die Trennschärfe, schneiden aber unweigerlich die Höhen sehr stark ab, so dass die Qualität oft unterhalb 2,5 kHz (statt mindestens 4,5 kHz) liegt. Da kann ich nur einen guten, alten Dampfradio empfehlen! Selbst Geräte aus den 30er Jahren haben meistens einen besseren Klang als ihre Nachfolgemodelle aus "billigem Plastik"! Einfach `mal ausprobieren. Für die Sprachübertragung, wie z.B. für Nachrichten und Informationssendungen, reicht die Mittelwelle allemal aus!
 

Die Digitalisierung der AM-Bereiche schreitet voran
Um dem AM-Bereichen einen besseren Klang zu geben, hat man sich entschlossen, den Lang-, Mittel- und Kurzwellenbereich zu digitalisieren. Damit erlebt der AM-Rundfunk eine Renesouce! Aus dem Heftchen "Radio-Welten" vom November 1998 der Deutschen Welle in Köln ist zu entnehmen, dass Anfang 1998 das Konsortium "Digital Radio Mondiale" gegründet wurde. Mitglieder sind Rundfunkanstalten, die Geräte-Industrie und Forschungsunternehmen. Ein weltweiter Standart wurde ausgearbeitet. Aktuelle Informationen sind auf der Website von www.drm.org zu bekommen (in englischer Sprache) oder hier www.deutsches-drm-forum.de.

Was bedeutet die neue Sendetechnik?
Wie bei digitalen Übertragungen üblich ist, wird die Tonqualität wesentlich sauberer und der Empfang unanfälliger gegen Störungen sein. Außerdem kann die Sendeleistung gegenüber der normalen AM reduziert werden. Dies spart Strom und damit hohe Kosten für den Betrieb der Sender. Es besteht die Möglichkeit mit einem Sender ein größeres Gebiet zu versorgen, bzw. mit einem Gleichwellennetz bestehend aus mehreren Kleinsender auf der gleichen Frequenz eine globale Versorgung zu gewährleisten, ähnlich wie bei DigitalAudioBroadcast. Die Digitalisierung wird sich innerhalb von 10-15 Jahren auf allen AM-Bereichen durchsetzten, so Peter Senger von der Deutschen Welle. Interessant ist, dass über ein eingebautes Display Zusatzinformationen übermittelt werden können, ähnlich wie beim RadioDataSystem.

Natürlich wird es eine Übergangszeit geben. Solange wird man Röhrenradios noch benutzen können. Es bleibt abzuwarten, wie die Radiohörer DRM akzeptieren. Das Digitale Satellitenradio hat sich jedenfalls nicht durchsetzten können und ist längst tot. Auch das "Astra-Digitalradio" wird mangels Interesse eingestellt! Siehe hier : http://de.wikipedia.org/wiki/Astra_Digital_Radio

Und wie sieht es bei DAB aus? Seit seiner Einführung führt DAB ein Schattendasein, obwohl sämtliche Autobahnen und Städte, zu mindest in Baden-Württemberg, laut Angaben der "DAB-Pilotprojekt Baden-Württemberg GmbH" gut versorgt sind.
Siehe hier http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Audio_Broadcasting

Der Digitalisierung der AM-Bereiche stehe ich aus folgenden Gründen skeptisch gegenüber:
Die Akzeptanz der oben beschriebenen digitalen Techniken war und ist bescheiden. Auch die Einführung des digitalen Fernsehens zieht sich jetzt schon "eine Ewigkeit" hin. Zunächst müssen die neuen Geräte gebaut und angeboten werden. Hier erwarte ich den gleichen Effekt wie bei ADR und DAB wie u.A. eine unzureichende Bekanntmachung der neuen Technik. Das Argument der Programmanbieter einer (noch) größeren "Programmvielfalt" ist fragwürdig.Wer soll die Programme auf der "neuen Mittelwelle" hören?  Der UKW-Rundfunk hat seinen Siegeszug eingehalten und deren Hörer werden kaum ein neues Gerät kaufen, nur um die "zusätzlichem Programme" empfangen zu können, die erwartungsgemäß kaum ein anderes Schema haben werden als die breite Masse der UKW-Programme. Meiner Meinung nach ist ohnehin das Angebot an Radioprogrammen schon sehr groß. Qualitativ ließe sich sicherlich noch vieles verbessern, wobei ich hiermit insbesondere die privaten Anbieter anspreche. Seit deren Einzug hat sich die Medienlandschaft verändert, sich dabei in seiner Qualität aber nicht verbessert, denn leider orientieren sich auch die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zu sehr an ihrer "schlechteren Konkurenz".

Sollte es irgendwann keine geeigneten AM-Sender mehr geben, sind die Bastler wieder gefragt und es bleibt nur noch der Selbstbau eines kleinen "Eigensenders". Dieser soll dann mit einigen Milliwatt z.B. auf der Mittelwelle -ganz normal AM- senden.

Was ist ein Modulator?

Ein Modulator ist ein Gerät, mit dem ein analoger Fernseh-Sender nachgebildet bzw. ersetzt werden kann!

Wenn ein älteres analoges Fernsehgerät keinen Audio/Videoeingang, wie z.B. eine SCART-Buchse hat, sondern nur den gewöhnlichen Antenneneingang, kann man dennoch mittels eines Modulators z.B. eine digitale Set-Top-Box (digitaler SAT/Kabel/DVB-T-Receiver) oder analoge Video-Wiedergabequellen (Videorekorder, DVD-Player oder eine Videokamera)  anschließen. Hier wird das Ton- und Bildsignal auf einen Fernsehkanal (z.B. UHF Kanal 36 oder VHF Kanal 3) aufmoduliert, wie in einem echten Fernsehsender. Der Ausgang des Modulators wird direkt mit dem Antenneneingang des Fernsehgerätes verbunden. Das Fernsehgerät muss nun auf den "Senderkanal" des Modulators eingestellt werden. Bei manchen Modulatoren lassen sich die Kanäle auch einstellen.

Man kann den Ausgang des Modulators auch in eine Gemeinschaftsantennenanlage einspeisen. Auf diese Weise kann man z.B. eine Videoüberwachung  leicht durchführen, indem man an jedem an die Anlage angeschlossenen Fernseher das Kamerabild über einen separaten Programmspeicherplatz abrufen kann.
 

Ein Modulator ist auch eine Stufe, die den Träger eines Senders beeinflusst, sprich: moduliert. Damit wird die Information (Musik, Sprache, Bilder) auf den Träger gesetzt. Modulatiosstufen befinden sich also in Rundfunk- und Fernsehsendern, aber auch in Messgeräten, die für den Abgleich von Empfangsstufen usw. nötig sind.

Störungen des AM-Empfangs und deren Abhilfe
Leider sind die AM-Bereiche Störeinflüssen stärker ausgesetzt als UKW-FM. Grund dafür ist die Modulationsart bei AM. Während sich bei FM Änderungen der Feldstärke nur wenig auswirken, tun sie das bei AM sehr (un)wohl
 
Störquelle Pfeiffen Zwierbeln Brasseln Rauschen Brummen Kratzen Knacken Träger* Behebung
Farbfernsehgeräte x x x x - - - x15625Hz 1
Computer x - - x - - - x 1
Computermonitore x - x x - - - x>35kHz 1
Haushaltsmaschinen  - - x - - x x - 2
Medizinische Geräte x x x x - x x x kHz-MHz 2, 5, 6
Leuchtstofflampen  - - x - x - - - 2
Lichtschalter - - - - - x x - 2
Thermostate - - - - - x x - 1, 2
Meßgeräte - - - - - - - 5
CD-Spieler  - x - x Display - - - - 5
Gleichkanalsender - - - - - - - x 3, 6
Nachbarkanalsender x - x - - - - - 3, 4
Ortssender x - x - - - - x 4, 6
Rückkopplungsempfänger x - - - - - - x -
KFZ - - x - - - - - 1
Straßenbahnen/Züge - - x - - x x - 5, 6
Hochspannungsleitungen - x x x x x x - 5, 6
* Träger (mit oder ohne Modulation) ruft Überlagerung  hervor, Frequenzenangaben in der Grundfrequenz.
Störungen liegen im Vielfachen der Grundfrequenz.
 
Nr. Behebungmöglichkeiten
1 Entstörsatz an der Störquelle
2 Dach/Außenantenne mit abgeschirmtem Koaxialkabel
3 Richtantenne
4 Sperrkreis
5 Abstand Störquelle und Empfangsantenne vergrößern (wenn`s geht)
6 Wenig Aussicht auf Entstörungserfolg!

Fazit
Eine Gute Außenantenne, z.B. in Form einer Langdrahtantenne und eine gute abgeschirmte Koaxial-Antennenleitung schaffen für die meisten Probleme Abhilfe. Eine Außenantenne verringert nicht nur den Störpegel sondern erhöht in der Regel auch die Antennen-Nutzspannung, so dass der Empfang insgesamt besser wird.
 

Wie funktuioniert ein Magisches Auge?
In einer "Elektronenkanone" wird der Elektronenstrahl -so wie in einer anderen Röhre auch- erzeugt. Ein Teil des Elektronenstrahls gelangt über den sog. Steuersteg zum Leuchtschirm. Ein anderer Teil des Elektronenstrahls gelangt in das Steuersystem. Dieses besteht aus einem Steuergitter und zwei Anoden. Hier beeinflusst die negative, von der Senderfeldstärke abhängige Gitterspannung den Anodenstrom. Die hochohmig an die Betriebsspannung (ca. 250 Volt) angeschlossenen Anoden des Steuersystems steuern den sog. Steuersteg, ein elektrostatisches Ablenksystem. Dieses lenkt den Elektronenstrahl auf den Leuchtschirm -in Abhängigkeit der Anodenspannungen der jeweiligen Anode des Steuersystems- ab. So ist es möglich, die Anzeige des in zwei Hälften aufgeteilten Magischen Auges getrennt anzusteuern. Dies wird jedoch nicht immer angewandt, so dass sich beide Seiten des Auges gleichmäßig öffnen und schließen.